Rosenmaarschule

   
 

Chronik >> 1990 - 1999 >> Teestube

Chronik: Wie kamen wir zu einer Teestube? oder was ErzieherInnen so alles in ihrer Freizeit machen...und welche Folgen das haben kann......

Also, da gab es 1996/97 eine Ausstellung im Kölnischen Kunstverein. Dort hatte der Künstler Rirkrit Tiravanija sein New Yorker Appartement maßstabgetreu aufbauen lassen und den Kölnern als Begegnungsstätte zur Verfügung gestellt, d.h. man konnte dort kochen, essen, wenn man wollte übernachten, duschen, TV gucken, rumlümmeln oder einfach nur durchgehen und gucken. Barbara schenkte einer Freundin (zu dieser Zeit auch Mutter an der PPS) ein Essen in diesen "heiligen Hallen". Essen, Trinken, Kerzen, Servietten etc. wurden eingepackt und nix wie hin. Andere hatten natürlich auch die Idee - es wurde ein genussreicher und lustiger Abend .Wir waren sozusagen Teil eines Kunstwerkes, wurden "beguckt und bestaunt". Rolf besuchte die Abschlussveranstaltung der Ausstellung und erkundigte sich, was mit der "Wohnung", bzw. mit dem Holz und den Fenstern passieren würde. Eigentlich sollte alles verkauft, bzw. weggeworfen werden, was wir zu schade fanden und nach einigen Diskussionen und Telefonaten waren wir stolze Besitzer von gaaaaaanz viel Holz.

Mit Genehmigung des Künstlers konnten wir die Teestube in der jetzigen Form aufbauen, wobei Ralfs Fähigkeiten als Bauleiter voll zum Tragen kamen. Nach ca. 2 Monaten konnte Einweihung gefeiert werden - sogar in Anwesenheit des Künstlers Rirkit Tiravanjia, der ganz begeistert von dem "Umbau" und der Idee war, Kindern einen selbstverwalteten Raum zu geben. Eins ist uns aber nicht gelungen: die Bepflanzung der Teestube. Da haben wir extra einen Pflanztrog mitgebaut, ihn mit Erde gefüllt, Pflanzen ausgesucht, die Schafe eigentlich nicht fressen, sie liebevoll eingepflanzt.... und was machen unsere verfressenen Schafe? Sie fressen innerhalb einer halben Stunde alles ratzekahl weg !

Rosenmaarschule | Am Rosenmaar 3 | 51061 Köln | Tel.: 0221 - 938 80 60 | ppsamrosenmaar@t-online.de